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Und nun CHAOS

Chaos als Merkmal von Nichtlinearität

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In unserer Umgangssprache hat sich der Begriff Chaos zu einem negativ besetzten Wort entwickelt – Unordnung, Zerfall, Gesetzlosigkeit sind nur einige Synonyme dafür. In der Wissenschaft hat dieser Begriff aber weitaus mehr Bedeutung. Denn Chaos steht für eine Theorie, die sehr viele Phänomene in der Natur erklären kann. Und sie beinhaltet neben der Unordnung immer auch die Ordnung und widersetzt sich damit der vermeintlich negativen Bedeutung in unserer Alltagssprache.

 

Welche Bedeutung die Chaos-Theorie für die Wissenschaft hat, lässt sich sehr gut am Wetter verdeutlichen. Leistungsstarke Computer können aus Daten, die uns unzählige Wetterstationen mehrmals täglich liefern, schnell ein konkretes Ergebnis berechnen. Aber an wie vielen Tagen im Jahr hat uns dann doch ein Regenschauer oder ein Hagelsturm überrascht? Oder mit Edward Lorenz gefragt:

"Does the flap of a butterfly's wings in Brazil set off a tornado in Texas?” [1]

 

Dieses weltberühmte Zitat, auch unter dem Begriff des Schmetterlingseffekts bekannt, beschreibt, wie Chaos in der Wissenschaft definiert wird. Noch so kleine Ursachen können sehr große Auswirkungen haben und daher sind einfache und komplexe Systeme mit chaotischem Verhalten in ihrer zeitlichen Entwicklung nicht vorhersagbar.

 

Chaos hat aber auch mit Ordnung zu tun! Wie? Das erfährst du auf den nächsten Seite.

 

[1] Edward, Lorenz (1993): The Essence of Chaos. London: University of Washington Press. Seite 14. [Bildquelle] Schild Chaos_Publicdomain unter pixabay.com