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Selbstorganisation

Sich selbstorganisierende Systeme

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Sehen wir uns nun den Begriff der Selbstorganisation genauer an. Selbstorganisation beschreibt zunächst die Fähigkeit von Systemen, eine eigene Struktur selbst aufzubauen, zu lernen und die eigene Struktur komplexer zu machen. Die Organisation geschieht, ohne dass Strukturen von außen in das System eingebracht werden [1]. Du kannst dir Selbstorganisation auch als einen Ablauf vorstellen, bei dem lokale Interaktionen ein global zusammenhängendes Muster bilden [2].

 

 

Selbstorganisation kann sowohl in sozialen als auch in natürlichen Systemen auftreten. Auch die Fähigkeit einer einzigen befruchteten Eizelle, aus sich selbst die unglaublich komplexe Struktur eines Menschen zu erzeugen, kann als Beispiel für Selbstorganisation angesehen werden. Auch wenn du an einem verschneiten Wintertag aus dem Fenster siehst, begegnet dir Selbstorganisation in Form von Schneeflocken, die aus sich selbst heraus, Kristallstrukturen bilden [3].

 

Du siehst, überall auf der Welt entstehen Strukturen aufgrund von Selbstorganisation!

 

Auf den nächsten Seiten erklären wir dir, wie nichtlineares Verhalten mit Hilfe von Selbstorganisation funktioniert.

 

[1] Vgl. Luhmann, Niklas (2011): Einführung in die Systemtheorie. Heidelberg: Carl-Auer. Seite 97 f. [2] Vgl. Heylighen, Francis (2001): The Science of Self-Organization and Adaptivity. Brüssel: Center Leo Apostel, Free University of Brussels. Seite 1.[3] Vgl. Meadows, Donella H. (2008): Thinking in Systems. New York, London: Chelsea Green Publishing. Seite 79. [Bildquelle] Schneeflocke_ Bild/Foto: Pen Waggener, Lizenz: CC BY 2.0, via Wikimedia Commons.