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Emergenz

Und plötzlich Emergenz...

Mittlerweile hast du dir die Theorie der Nichtlinearität schon sehr weit erarbeitet. Du weißt, woher der Begriff ursprünglich kommt. Du kannst erklären, wie er in der Geographie verwendet wird und seine strukturellen Merkmale wie Selbstorganisation, Fraktale oder Chaos sind dir nicht mehr fremd. Du kannst sie dir sogar mit geographischen Beispielen praktisch vorstellen. Ein wichtiges Merkmal fehlt allerdings noch im Steckbrief von Nichtlinearität: die Emergenz. Versuchen wir gemeinsam herauszufinden, was hinter diesem Begriff steckt und wie er zur Erklärung von nichtlinearem Verhalten beiträgt.

 

„Emergenz ist die spontane Herausbildung von neuen Eigenschaften oder Strukturen auf der Makroebene eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente“ [1].

Stell dir dazu am besten einen Vogelschwarm vor. Hier gibt es weder einen Leitvogel, noch gibt es Anweisungen von außen. Der Schwarm bildet sich aus natürlichen wie grundlegenden Regeln, die jeder Vogel befolgt. Die Regel könnte beispielsweise so lauten: „Bleib so nah wie möglich bei dem dir nächsten Vogel“ und „Stoße nicht mit ihm zusammen!“ [2]. Wenn jeder Vogel diesen Regeln folgt, können sich Schwärme bilden. Die Bildung solcher Schwärme ist jedoch nicht vorhersagbar und kann nicht durch das Verhalten eines einzigen Vogels erklärt werden – es ist eben Emergenz [3].

 

Emergenz ist aber mehr als eine überraschende oder unvorhersehbare Eigenschaft! Warum?

Gehe dazu einen Schritt weiter und finde es heraus.

 

[1] Sedlacek, Klaus-Dieter (2010): Emergenz: Strukturen der Selbstorganisation in Natur und Technik. Norderstedt: Books on Demand GmbH. Seite 44. [2] Egner, Heike (2008): Gesellschaft, Mensch, Umwelt - beobachtet. Ein Beitrag zur Theorie der Geographie. Stuttgart: Franz-Steiner Verlag. Seite 76f. [3] Vgl. Egner, Heike (2008): Gesellschaft, Mensch, Umwelt - beobachtet. Ein Beitrag zur Theorie der Geographie. Stuttgart: Franz-Steiner Verlag. Seite 76f.[Bildquelle] Vogelschwarm_ Bild/Foto:Walter Baxter, Lizenz: CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.