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Eine Überraschung?

 

Die nichtlineare Überraschung?

 

WP_20150608_17_13_58_Pro.jpgNahezu alle Phänomene der belebten und unbelebten Natur lassen sich erfolgreich mithilfe von Ansätzen der Nichtlinearität und Komplexität erklären. Beschrieben wurden und werden diese Phänomene in den Wissenschaften jedoch vorwiegend mit Hilfe linearer Denkansätze. Damit du verstehen kannst, warum Linearität lange Zeit bevorzugt zur Anwendung kam, ist es hilfreich, wenn wir mit dir die Entstehung der Physik als Wissenschaft in den Blick nehmen.

 

Die Physik möchte Phänomene natürlicher Art unter Verwendung mathematischer Methoden erklären [1]. Ein sehr erfolgreicher Versuch stammt von Isaac Newton, der bereits 1687 die Bewegung verschiedener Körper mit Hilfe eines Gravitationsgesetzes zu erklären versuchte [2]. Wenn du dich nicht mehr an sein Gesetz erinnern kannst, lass mal einen Stift auf den Boden fallen! Über das Gravitationsgesetz hinaus entwickelte er erste Methoden der Differentialrechnung. Mit dieser „läßt sich das Verhalten eines System für jeden beliebigen Zeitpunkt [zumindest näherungsweise] vorhersagen, sofern man sein Verhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt [...] kennt“ [3].

Kommt dir die Idee bekannt vor? Man sieht, auch Isaac Newton hatte Probleme damit, Vorhersagen für bestimmte Phänomene zu machen.

 

Wie er damit umging und wie die nichtlineare Überraschung nun aussieht, werden wir auf den folgenden Seiten sehen!

  

 

[1] Vgl. Westfälische Wilhelms-Universität Münster: Definition Physik. URL: www.uni-muenster.de/Physik/Studieninteressierte/Wissenswertes/definition.html (Letzter Zugriff am 2. Mai 2015) o. S. [2] Vgl. Baker, Joanne (2011): Physik. 50 Schlüsselideen. Heidelberg: Akademischer Verlag Spektrum. Seite 17 f. [3] Schlichting, Joachim; Nordmeier, Volkhard (1997): An den Enden der Geraden. Argumente für eine lineare Sehweise. IN: Deutsche Physikalische Gesellschaft (Hrsg.): Didaktik der Physik. Vorträge der Frühjahrstagung der DPG Berlin 1997. Seite 385. Einschub: Stefanie Preiml. [Bildquelle] Hundertwasserhaus_ Bild/Foto: Stefanie Preiml (2015).