Navigation überspringen

Die Nichtlinearität in der Geographie

Eine neue Theorie für die Geographie

 

An dieser Stelle fragst du dich vielleicht, was Nichtlinearität nun mit Geographie zu tun hat?

900px-Yukon_Delta,_Alaska.jpg

Den Einzug in die Geographie fand die Nichtlinearität in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, als die Systemtheorie zunehmend auf Interesse stieß, da sie Lösungen abseits des Kausalitätsansatzes zulässt. Die Systemtheorie, wie sie in der Disziplin der Geographie verstanden wird, geht auf Ludwig von Bertalanffy zurück und sieht die Welt als eine Kombination von Systemen aller Art – Wirtschaftsysteme oder Kommunikationssysteme beispielsweise – die sich zwar durch ihre Dynamik offensichtlich voneinander unterscheiden, aber nicht offenkundig preisgeben, in welcher Art sie zueinander in Beziehung stehen und wie sie sich daher beeinflussen [1]. Eine Herausfoderung, nicht wahr?

Mit den folgenden Konzepten, wie Selbstorganisation, Komplexität, Emergenz, Chaos oder Fraktalen, wird versucht, für diese Herausforderung Lösungen zu finden. Erste Wissenschaftler, die sich im Kontext von (unter anderem) geographischen Fragestellungen mit nichtlinearen Prozessen beschäftigten, sind Stanley Schumm, Edward Lorenz und Denys Brunsden & John Thornes [2].

 

Nach dieser kurzen Einführung wird dir auf den folgenden Seiten gezeigt, wie die Nichtlinearität in der Geographie dabei hilft, Antworten zu finden. Krempel schon mal die Ärmel hoch!

 

[1] Vgl. Egner, Heike (2008): Gesellschaft, Mensch, Umwelt – beobachtet. Ein Beitrag zur Theorie der Geographie. Stuttgart: Franz-Steiner Verlag. Seite 51ff.[2] Vgl. Thornes,John B. (2009²): Time: Change and Stability in Environmental Systems. IN: Clifford, Nicholas; Sarah, Holloway; Stephen, Rice und Gill, Valentine (Hrsg.): Key Concepts in Geography. London: SAGE Publications. Seite 19-139. [Bildquelle] Yukon Delta Alaska_ Bild/Foto: Jesse Allen and Robert Simmon (NASA Earth Observatory), via Wikimedia Commons.