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Alles ist anders!

Nichts ist so, wie es einmal war

 

Wie wir bereits gelernt haben, ist das Verhalten und die Entwicklung eines Systems sehr stark von dessen Anfangsbedingungen abhängig und dadurch auch nicht vorhersagbar. Warum das so ist, wird mit einem Prinzip erklärt, welches uns in allen Bereichen unseres Lebens begleitet. Mit dem Prinzip der Rückkopplung (s. auch Selbstorganisation). Nehmen wir das simple Beispiel einer Zweierbeziehung: Person A löst mit einer Aktion eine Wirkung bei Person B aus und damit auch auf dessen folgende Aktion, welche wiederum auf die darauf folgende Aktion von Person A wirkt.

Die Rückkopplung ist ein ständiger Anpassungs- und Lernprozess, der als Kreislauf (Prinzip der Iteration oder des Wiederholens) keine Ende hat, denn jede Aktion wirkt auf sich selbst zurück. Sie kann entweder eine Interaktion verstärken, dann ist sie positiv, oder abschwächen, dann ist es eine negative Rückkopplung.

 

"Solche grundlegenden Arten von Rückkopplung kommen überall vor: auf allen Ebenen des Lebendigen, in der Evolution des ökologischen Gesamtsystems, in den momentanen psychologischen Abläufen bei gesellschaftlichem Umgang und in den mathematischen Ausdrücken nichtlinearer Gleichungen. Rückkopplung verkörpert wie die Nichtlinearität eine grundsätzliche Spannung zwischen Ordnung und Chaos" [1].

  

Ordnung und Chaos bedingen sich gegenseitig. Wie grundlegend diese Gesetzmäßigkeit ist, wird auf der nächsten Seite erklärt!

 

[1] Briggs, John & David Peat (1990): Die Entdeckung des Chaos. München: dtv. Seite 33. [Bildquelle] Rückkopplung_ Bild/Foto: Eva Weisbach 2015.